Gründungsmitglieder

Die Gründungsmitglieder von links:
Friedrich Hofer, Peter Gassner, Johann Emberger, Matthias Zeller, Josef Strasser.
Nicht im Bild: Sixtus Fink, Max Dielitz und ein nicht mehr namentlich bekannter Sägearbeiter aus Eben im Pongau.

Zurückdenken – Zeitaufwand -
Kameradschaft – Feiern – Trauern

So fing es an:

Geschichte der Trachtenmusikkapelle Wald im Oberpinzgau

Um das Jahr 1880 machten sich in Wald schon einige Männer Gedanken, eine Dorfmusikkapelle zu gründen. Es vergingen allerdings noch einige Jahre, bis sich acht Männer fanden, die auch die Mittel besaßen, sich Musikinstrumente zu kaufen. Der Hauptsponsor war der Walderwirt Josef Strasser. Mit seiner Hilfe konnten einige Musikinstrumente angekauft und mit der Probentätigkeit begonnen werden.

An Kaiser Franz Josephs‘ 50zigsten Dienstjubiläum und Geburtstag, am 18. August 1898, fand die erste offizielle Ausrückung mit acht Musikern statt, die nur drei Märsche beherrschten. Folgende Märsche wurden gespielt: “Thun Hohenstein Marsch”, “Auf grüner Au Marsch” und der “Feuerwehr Marsch”. Die Komponisten sind leider nicht mehr bekannt. Laut Überlieferung wurde anlässlich der Eröffnung der Pinzgaubahn am 5. Jänner 1898 am Walder Endbahnhof aufgespielt.

Die Vollversammlung am 12. Jänner 1905 wählte den ersten Ausschuss mit Obmann Peter Gassner und Kapellmeister Johann Emberger. Vom ersten Konzert der Walder Musik in Neukirchen am Großvenediger am 21. Januar 1900 ist noch die gesamte Programmfolge bekannt. Die älteste noch erhaltene Fotografie stammt aus dem Jahre 1902 und zeigt die Waldermusi noch in kaiserlicher Uniform.

Zur Blasmusik gesellte sich 1907 sogar eine Streichmusik. Wegen Disziplinlosigkeit und zu geringem Eifer wurde auf Antrag von Kapellmeister Emberger 1920 die musikalische Tätigkeit eingestellt; ein Jahr später wurde wieder mit den Proben begonnen. Von dem Zeitpunkt an war nicht mehr vom Musikverein die Rede, sondern nur noch von der Musikkapelle. In der Kriegszeit war die Bekleidung auf private Anzüge beschränkt und soo war auch das bunte Erscheinungsbild der Musikkapelle. Der Hut war zu dieser Zeit mit einer Hahnfeder geschmückt. Beim großen Musikfest in Saalfelden nahmen 22 Kapellen teil, doch konnten beim Umsteigen in Zell am See wegen Überfüllung des Zuges manche Oberpinzgauer Kapellen die Weiterfahrt nicht antreten und mussten längere Zeit auf den Weitertransport warten. Der Oberpinzgau war schon ab dem 20. April 1922 in einem Musikbund vereinigt, dem folgende Kapellen angehörten: Wald, Neukirchen, Bramberg, Mittersill, Stuhlfelden, Uttendorf und Niedernsill. Die Probentätigkeit im eigenen Probezimmer im Obergeschoss der Feuerwehrzeugstätte war seit 1927 möglich. Zwischen 1936 und 1938 wurden keine musikalischen Tätigkeiten wahrgenommen. Die Protokolle während des Zweiten Weltkrieges sind allesamt sehr unerfreulich, kehrten doch viele Musiker nicht mehr Heim. Aber nach dem schrecklichen Ende begann der Wiederaufbau unter den Kapellmeistern Präauer und Markus Millgrammer.

Am 15. Juni 1951 erfolgte die Einweihung der neuen Musiktracht und die erste Ausrückung – leider bei schlechtem Wetter. Die neue Tracht setzte sich wie folgt zusammen:

  • Salzburger Sonntagstracht mit Hut und zwei Quasten und zwei gebogenen Hahnfedern
  • Janker, braun aus Loden mit Innentaschen
  • Weste, rot mit Goldborte als Aufputz
  • Ranzen mit Stickerei
  • Hirschledern-Kniebundhose mit aufwendiger Stickerei
  • Weiße Stutzen und schwarze Trachtenschuhe

Johann Stotter übernahm 1966 für ein Jahr den Dirigentenstab. Ihm folgte Anton Gensbichler bis 1968 als Kapellmeister und ab dieser Zeit lenkte Rupert Wechselberger die musikalischen Geschicke der Trachtenmusikkapelle Wald.

Im Frühjahr 1981 wurde mit dem Bau des neuen Musikpavillons begonnen, der den bereits 1930 privat Geschaffenen abgelöst hat. Beim Bau des Rot Kreuz Hauses 1992 wurde im Untergeschoss ein Proberaum samt Nebenräumen, den heutigen Erfordernissen entsprechend, errichtet.

Trachtenmusikkapelle Wald 1998

Seit November 1999 leitet die organisatorischen Aufgaben Obmann e.h. Christian Wechselberger. Mit persönlichen Einsatz und Zielstrebigkeit versucht er den Verein der schnelllebigen Zeit anzupassen. Die aktiven Mitglieder konnten durch konsequenter Nachwuchs- und Öffentlichkeitsarbeit auf über 50 Musiker und Musikerinnen gesteigert werden.

Im Jahre 1999 wurde Franz Lechner nach ca. 37 jähriger Obmann Tätigkeit zum Ehrenobmann ernannt. Von 1968 bis 2007 war Rupert Wechselberger der Kapellmeister der Musikkapelle Wald –  40 Jahre Kapellmeister zu sein ist eine großartige Leistung! Neben seiner Tätigkeit als Kapellmeister engagierte er sich als musikalischer Leiter sämtlicher Tanzmusikkapellen z.B.: „Venediger-Spatzen“ und die „Walder-Tanzlmusi“ wo Rupert immer noch aktiv ist.

2007 übergab Rupert Wechselberger nach fast 40 jähriger Tätigkeit als Kapellmeister den Taktstock an den 20 jährigen, noch in Kapellmeisterausbildung stehenden, Werner Wieser. Im Rahmen des Übergabekonzertes wurde Herr Rupert Wechselberger zum Ehrenkapellmeister ernannt.

                                                Trachtenmusikkapelle Wald im Pinzgau 2008

Am 30., 31. Mai und 1. Juni 2008 feierte die Trachtenmusikkapelle Wald im Pinzgau ihr 110- jähriges Bestandsjubiläum mit einem großen Fest. Zu diesem Anlaß wurde auch die Musikkapelle im Stiel der Salzburger-Sonntagstracht neu eingekleidet. Die Markedenterinnen wurden mit dem Salzburger Sonntagsdirndl ausgestattet.
Es wurde auch zu diesem Anlaß ein neues Logo für die Trachtenmusikkapelle Wald gestaltet.

 Logo Beschreibung:

Warum:
Die Trachtenmusikkapelle Wald geht mit neuen Schwung ins Neue Jahrtausend…

Das Durchschnittsalter der Musikkapelle wird „Gott sei Dank“ immer jünger, Dank guter Jugendausbildung, darum sollte auch ein Logo diese erfreuliche Situation versinnbilden.

Modernes junges dynamisches Erscheinungsbild, viele Jungmusiker/Innen, ganz junger und neuer Kapellmeister aus eigenen Reihen.
Ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit.

Beschreibung:
Der geschwungene Ansatz vom Namenszug Wald, deutet die Hahnfeder vom Trachten-Hut an.

(Die „Schneid-Feder“. Die Pinzgauer sind besonders Schneidige Leute und so durften z.B.: die Schneidigen Ranggler (Kräftemessen) eine Schneidfeder tragen)

übergehen zur musikalischen 16zentl Noten, Symbol für kurz, schnell, dynamisches und exaktes Spiel.

Die braune Farbe der Note ist dem Farbton der Trachtenjacke angepasst.

Gleichzeitig soll das Notensymbol (geschlossener Kreis) zusammen Gehörigkeit ausdrücken.
Namenszug:

Gebogener Namenszug „Trachtenmusikkapelle“
über den braunen Noten-Punkt Wald,
ist quasi das Schutz-Dach über die Musikkapelle.
Ausführungen in Farbe und für Schwarz/Weiß Druck

Am 7. Dezember 2008 absolvierte Werner Wieser vor einer vieköpfigen Komision und der Musikkapelle Wald nach zweistündiger Prüfung die Kapellmeisterprüfung mit Bravur.
Im Jahre 2010 wurde die Jungmusikkapelle „SunKid’s“mit 17 Mädchen und Buben gegründet. Die musikalische Leitung übernahm unser Musikant Johann Millgrammer. Die erste Ausrückung fand im Rahmen unser Platzkonzerte statt. Mit dem 2010 fertiggstellten Bau des Vereinsausschankgebäudes beim Pavillonplatz konnte das Angebot bei den sommerlichen Platzkonzerten bereichert werden.Mit dem 2010 fertiggstellten Bau des Vereinsausschankgebäudes beim Pavillonplatz konnte das Angebot bei den sommerlichen Platzkonzerten bereichert werden.
Im Hebst 2013 Gründung eines „Brass Ensemble“ bestehen aus vollgenden Personen: Werner Wieser/Tuba, Christian Wechselberger/Tennorhorn, Simon Kaserer/Horn, Elias Ebenkofler/Flügerlhorn und Petra Czerny/Flügelhorn, anlässlich des Absolventenkonzert zur Abschlussprüfung vom Musikum Leisungsabzeichne in Gold mit Mai 2914

Die Trachtenmusikkapelle hat einen momentanen Mitgliederstand von 45 Musikanten/innen und fünf Marketenderinnen. Das Durchschnittsalter der Kapelle beträgt 31,2 Jahre.

Tachtemusikkapelle Wald im Pinzgau 2012

Musiker-Stand 2014

Die Trachtenmusikkapelle hat einen momentanen Mitgliederstand von 38 Musikanten/innen und fünf Marketenderinnen. Das Durchschnittsalter der Kapelle beträgt 32,6 Jahre.

  • Ein musikalischer Höhepunkt der TMK Wald  ist am 24. Mai 2014 die Landeskonzertwertung in Zell am See. wo wir teilnehmen.

  

 die Musikkapelle Wald um das Jahr 1913

In stiller Ehrfurcht gedenken wir unserer Toten,
und werden in ihrem Sinne zum Wohle unseres Vereins weiter wirken.
Ihr Andenken ist uns Verpflichtung und Mahnung zugleich!